Samstag, 21. Januar 2017

Vanille-Cranberry-Törtchen


In diesem Törtchen versteckt sich eine zarte Vanillemousse und ein Kern aus Cranberrypüree mit Cranberrygelee.
Das Zusammenspiel der milden Vanillemousse mit der säuerlichen Frucht, deren Säure durch etwas Honig abgemildert wird, ist unbeschreiblich gut.
Das Törtchen schmeckt schön erfrischend und passt daher gut in den Sommer. Daher rate ich, sich Cranberries einzufrieren, wenn sie im Herbst Saison haben und im Supermarkt frisch zu haben sind.

Zutaten für 4 Halbkugelformen von 7 cm Bodendurchmesser

Biskuit (Biscuit joconde)
35 g Vollei
25 g Puderzucker
25 g gemahlene, blanchierte Mandeln
50 g Eiweiß
30 g Zucker
22 g Mehl


Cranberry Kompott
100 g Cranberries
20 g Zucker
25 g Honig
100 g Wasser

Cranberry Gelee
1 g gemahlene Gelatine
5 g Wasser (zum Einweichen der Gelatine)
35 g Sirup vom Cranberry Kompott
15 g Wasser

Vanillemousse (crème bavarois à la vanille)
5 g gemahlene Gelatine
25 g Wasser (zum Einweichen der Gelatine)
1 Eigelb (20 g)
35 g Zucker
70 g Milch
50 g Schlagsahne
etwas Vanilleextrakt
80 g Schlagsahne

Ausgarnierung
rote Glasur
Cranberries (vom Kompott)
Grün (Kerbel)
weißes Schokoladenornament

Zubereitung

Biscuit joconde
Blech mit Backpapier auslegen.
Ofen auf 210°C O/U-Hitze vorheizen.


Vollei, Puderzucker und gemahlene Mandeln in eine Schüssel geben und bei mittlerer Geschwindigkeit schaumig schlagen.
Eiweiß in einer anderen Schüssel zu steifem Eischnee aufschlagen. Dabei den Zucker in zwei Etappen hinzufügen.

Die Hälfte des Eischnees unter die Eimasse heben.
Das Mehl darüber sieben und unterziehen.
Den restlichen Eischnee unterheben.


Masse aufs Blech etwa 5 mm dick aufstreichen (ergibt etwa ein Rechteck von 20 cm x 24 cm).
Im vorgeheizten Ofen bei 210°C O/U-Hitze ca. 7–8 min backen.

Nach dem Backen den Boden mitsamt Backpapier vom Blech ziehen und auf einem Kuchengitter mit Backpapier abgedeckt auskühlen lassen.

Nach dem Auskühlen 4 Kreise von 6 cm Durchmesser und 4 Kreise von 4,5 cm Durchmesser ausstechen.


Cranberry Kompott
Alle Zutaten in einen Topf geben, verrühren und kurz aufkochen lassen. Ggfs. noch etwas köcheln lassen.
Die Cranberries sollten angenehm weich sein, aber noch ihre Form haben.

Anm. Ich habe ein paar Cranberries für die Garnierung beiseite gelegt und den Rest durch ein Sieb gestrichen, weil mir die Schale zu hart war.

Cranberry Gelee
Gelatine 10 min in 5 g kaltem Wasser einweichen.
35 g Sirup vom Cranberry Kompott mit 15 g Wasser erwärmen.
Die aufgequollene Gelatine darin auflösen.
Gelee in eine flache Schüssel geben und kalt stellen.

Vanillemousse (crème bavarois à la vanille)
Gelatine in 25 g kaltem Wasser einweichen.
Eigelb mit 17 g Zucker verrühren.
Milch und Sahne mit dem restlichen Zucker (18 g) einmal aufkochen lassen.
1/3 davon in die Eigelbmasse rühren.
Die angerührte Eigelbmasse zur restlichen Milchsahne in den Topf gießen und unter langsamen Rühren bei schwacher Hitze andicken lassen (etwa 81°C).
Vom Herd nehmen und die aufgequollene Gelatine darin auflösen.
Durch ein Sieb in eine Schüssel gießen und die Creme abkühlen lassen.
Vanilleextrakt einrühren.
Sahne steif schlagen und unterheben.

Zusammenbau
In die Halbkugelformen nicht ganz bis zur Hälfte die Vanillemousse einfüllen und die Creme am Rand hochstreichen, so dass eine Mulde entsteht.
In die Mulde den kleineren Biskuitboden einlegen und leicht andrücken.
Auf die Böden Kompott und zerkleinertes Gelee verteilen.


Mit der restlichen Creme abdecken und den größeren Biskuitboden auflegen.
Im Gefrierschrank fest werden lassen.

Ausgarnierung
Die gefrorenen Halbkugeln aus der Form drücken und mit roter Glasur überglänzen.

Ich habe mir einen eigenen Mix zusammengerührt aus mit Cranberrysaft angerührtem roten Tortenguss, Johannisbeergelee und einer Nappage Neutre nach diesem Rezept.
So ganz hat mich das Rezept allerdings nicht überzeugt.

Die Törtchen mit Cranberries, Kerbel und einem weißen Schokoladenornament ausgarnieren.




Quelle: "Decoration Technics" von Yûko Kumagai, Asahiya Shuppan 2007

Dienstag, 17. Januar 2017

Torten und Törtchen, Wochenrückblick 10.1.–16.1.

Die Earl-Grey-Zitronentorte ist gut angekommen. Die beiden Kinder haben den superleckeren Kuchen gleich einverleibt, schreibt mir deren Mama. Wie schön! Da freu ich mich.

Dienstag, der 10. Januar 2017

Heute backe ich eine Baumkuchentorte.
Die ist ganz schön zeitaufwändig, da jede Schicht einzeln gebacken wird und man stets am Ofen aufpassen muss.
Zwei Marzipanschichten werden noch eingefügt.
Endlich ist der ganze Teig verbraucht. Die Torte darf nun über Nacht ruhen.

Mittwoch, der 11. Januar 2017

Nun bin ich gespannt. Ich überziehe die Torte noch mit einer Ganacheglasur, dann wird verkostet.


Mmh, sehr lecker. :-)

Ich gehe heute etwas früher los, um Kazu von der Schule abzuholen, denn ich möchte vorher noch bei dem Papa der zwei Kinder vorbeischauen, bei dem Kazu letzten Freitag verköstigt wurde.
Die als Dankeschön dafür gedachte Earl-Grey-Zitronentorte hat ja nun die Mutter der Kinder bekommen.
Doch leider treffe ich den Vater nicht an.
Vielleicht in der Schule?
Doch als ich ankomme, sind die Kinder bereits abgeholt.
Kazu und ich gehen daher auf dem Rückweg wieder beim Vater vorbei, der glücklicherweise nicht allzu weit weg wohnt. Doch es ist keiner da.
Pech für ihn, Glück für uns (und die Arbeitskollegen meines Mannes). :-P

Es hat mächtig geschneit. Wer weiß, wann es wieder so viel Schnee gibt. Und so ziehen mein Mann und Kazu abends los, um endlich den Schlitten einzuweihen. Im nahegelegenen Park gibt es ein paar Hügel, die ausgetestet werden wollen.^^
Danach wird vor unserem Fenster noch ein Schneemann gebaut ...


und abschließend gibt es natürlich noch eine Schneeballschlacht.
Kazu strahlt vor Freude! :-D

Donnerstag, der 12. Januar 2017

Ich beginne mit den Vorbereitungen für die geplanten Sonntagskuchen.
Zweimal Biskuit backen und Cranberrykompott kochen.
Dazu backe ich uns noch eine kleine Ananas-Kokos-Tarte. Von der habe ich leider kein Foto. Aber ich habe eh vor, sie bald noch einmal zu backen.

Nachmittags gehen Kazu und ich in die Bibliothek. Ich finde es schön, wie er langsam anfängt, sich für Bücher zu bgegeistern. :-)

Freitag, der 13. Januar 2017

Heute kommen die verschiedenen Cremes dran.

Samstag, der 14. Januar 2017

Kazu wird heute zum Spielen zu seinem Freund eingeladen.
Ich stelle derweil die Bananen-Limetten-Schokoladentorte fertig, denn ich möchte der Familie als Dankeschön die Hälfte der Torte geben.


Sonntag, der 15. Januar 2017

Ausgarnieren und Fotoshooting. :-P

Die Bananen-Limetten-Schokoladentorte schmeckt ganz wunderbar.


Und auch die Vanille-Cranberry-Törtchen schmecken herrlich erfrischend.
Und die weiße Mousse ist unglaublich gut.



Kazu macht heute die Erfahrung, wie anstrengend es ist, Einladungskarten zu schreiben.
Ich habe ihn nämlich beauftragt, fünfmal "Lieber ...! Ich lade Dich herzlich zu meiner Geburtstagsfeier am xx.xx.xx ein." zu schreiben.

Den Rest habe ich dazu geschrieben. Ich fand es auch anstrengend. :-P

Als Erstklässler brauchte er damals nur die Namen schreiben. Ich finde, als Zweitklässler kann ich ihm ruhig zumuten, einen ganzen Satz zu schreiben. *eg*

Montag, der 16. Januar 2016

Für das Elterncafé heute an der Schule habe ich gestern noch Himbeerwürfel eingesetzt.


Die Würfel kommen besser an als erwartet und ich werde nach dem Rezept gefragt.
Daher werde ich das alte Rezept mal überarbeiten.

Ab morgen geht es mit den Vorbereitungen für Kazus Geburtstag los.

Statt Törtchen wird es Torten geben und statt 'altbewährt' neue Rezepte.
Und den gewünschten Schoko-Nusskuchen.
Ach ja, Vanilla Chiffon hat Kazu sich auch noch gewünscht.

Dann schreibe ich jetzt mal den Einkaufszettel. :-)

Sonntag, 15. Januar 2017

Earl Grey-Zitronen Entremet



Diese Torte bzw. Entremet war mein Highlight der letzten Woche. Sie besteht aus einer Earl Grey Crème Bavaroise, Zitronencreme und Zitronenmousse.
Die Ausgarnierung war eine kleine Herausforderung, aber es macht Spaß, sich an Neues zu wagen und noch schöner ist es natürlich, wenn sich das Ergebnis sehen lassen kann.

Geschmeckt hat sie hervorragend, sogar den Kindern, die sie probiert hatten.

Für alle, die Lust bekommen haben, diese Torte nachzubacken, hier nun das Rezept.

Zutaten für einen Tortenring "Flamme" von 19 cm Länge

Biskuit (biscuit à la cuillère)
1 Eiweiß (30 g)
30 g Zucker
1 Eigelb (20 g)
30 g Mehl
Earl Grey Teebeutel
Dekorpuder

Zitronencreme (Crème Citron)
Abgeriebene Schale und Saft 1/2 Zitrone
1 Ei
30 g Zucker
20 g Butter

Teecreme (Crème bavarois au thé Earl Grey)
4,5 g gemahlene Gelatine, weiß
25 g Wasser
6 g Earl Grey Teeblätter
30 g Wasser
130 g Milch
1 Eigelb (20 g)
40 g Zucker
etwas Vanilleextrakt
7 g Schwarzteelikör
100 g Schlagsahne

Zitronenmousse (mousse au citron)
50 g Zitronencreme
2 g gemahlene Gelatine, weiß
10 g Wasser
50 g Schlagsahne

Garnierung
Glasur (Nappage Miroir Neutre, Tortenguss, Mirror Glaze etc)
Instant Kaffeepulver
Schokoladenornamente
Zitronenscheiben
etwas Grün

Zubereitung

Biskuit (biscuit à la cuillère)

Auf die Rückseite des Backpapiers ein Rechteck von 6,5 cm x 26 cm aufzeichnen sowie die Form des verwendeten Tortenrings.
Ofen auf 190°C O/U-Hitze vorheizen.

Eiweiß aufschlagen bis es Volumen bekommt.
Zucker in zwei Etappen zugeben und Eiweiß zu festem Eischnee aufschlagen.
Verquirltes Eigelb locker einrühren.
Mehl auf die Masse sieben und melieren.

Die Biskuitmasse in einen Spritzbeutel mit 8 mm Lochtülle füllen.
Das Rechteck (für den Tortenrand) und die Tortenringform (Einlegeboden) aufdressieren. Die Flammenform etwas kleiner als gezeichnet aufdressieren.

Teebeutel aufschneiden.
Das Rechteck mit dem Tee bestreuen.

Im vorgeheizten Ofen bei 190°C O/U-Hitze ca. 10 min backen.

Biskuit abkühlen lassen und das Backpapier entfernen.
Aus dem Rechteck zwei Streifen von 26 cm x 3 cm schneiden.
Die Oberseite leicht mit Dekorpuder bestäuben.
Die Streifen mit der Oberseite nach außen in die Form einlegen.
Die Enden, die in der Spitze zusammenlaufen, anschrägen.
Die anderen Enden begradigen.
Den Flammenboden ggfs. anpassen und mit der Oberseite nach oben einlegen.

Zitronencreme (Crème Citron)

Abgeriebene Schale und Saft einer halben Zitrone, Ei und Zucker in einer Schüssel verrühren. Die Schüssel auf ein heißes Wasserbad setzen und die Masse so lange weiterrühren, bis die Masse cremig wird. Von der Hitze nehmen und die Butter einrühren.
50 g von der Creme für die Mousse abnehmen und abkühlen lassen. Die restliche Creme kalt stellen.

Teecreme (Crème bavarois au thé Earl Grey)

Gemahlene Gelatine in 25 g Wasser für 10 min einweichen.
Earl Grey Teeblätter mit 30 g Wasser zum Kochen bringen, Milch zugeben und einmal aufkochen lassen. Tee 3 min ziehen lassen. Milchtee durchsieben, Teeblätter entsorgen.
Die Flüssigkeitsmenge sollte 100 ml betragen. Ggfs. mit Milch auf 100 g auffüllen.

Eigelb mit 20 g Zucker verrühren.
Den Milchtee mit den restlichen 20 g Zucker verrühren und noch einmal kurz aufkochen lassen.
Etwa 1/3 der Milch zum verrührten Eigelb geben und verrühren. Diese Mischung zur restlichen Milch in den Topf gießen und unter sanftem Rühren bei schwacher Hitze bis auf etwa 81°C erhitzen, bis die Flüssigkeit cremig wird. (--> zur Rose abziehen)

Ist die Temperatur erreicht, Topf sofort vom Herd nehmen und auf ein nasses Tuch setzen (reduziert die Hitze).
Die aufgequollene Gelatine einrühren und auflösen. Die Creme durch ein Sieb in eine Schüssel seihen.

Die Schüssel in ein Eiswasserbad stellen und die Masse durch ständiges Rühren auf 40°C abkühlen.
Aus dem Eiswasserbad nehmen und 
Vanilleextrakt und Likör einrühren.

Sahne schlagen.
Wenn die Crème abgekühlt (aber noch nicht fest) ist, einen Klecks Sahne einrühren. 
Dann den Rest Sahne unterheben.

Die Crème bavaroise in die vorbereitete Form geben und glatt streichen.

Die kalt gestellte Zitronencreme (also nicht die 50 g) in einen Spritzbeutel mit 8 mm Lochtülle füllen.
Einmal rundherum mit etwas Abstand vom Rand in die Teecreme hinein spritzen.
Wieder etwas Abstand lassen und eine innere Flamme so spritzen, dass die Zitronencreme in der Oberfläche der Teecreme verschwindet.


Torte kalt stellen.

Zitronenmousse (mousse au citron)

Gemahlene Gelatine in 10 g Wasser für 10 min einweichen.
In heißem Wasserbad auflösen.
Mit etwas von der zurückgelegten Zitronencreme (die 50 g) glatt rühren, dann in die restliche Zitronencreme einrühren.
Schlagsahne steif schlagen und unterheben.

Die Zitronenmousse auf die Teecreme geben und glatt streichen. Wieder kühl stellen.

Ausgarnierung

Wenn die Torte Stand hat (sollte nach ca. 4 Stunden Kühlzeit der Fall sein), den Ring entfernen und die Torte ausgarnieren.

Die Oberfläche abglänzen.
Instant Kaffeepulver in ganz wenig Wasser auflösen, so dann man eine sämige Paste erhält.
Hier und da ein paar dunkle Punkte auf die Glasur setzen und verstreichen, so dass ein Marmoriereffekt entsteht.

Die Torte mit Schokoladenornamenten, Zitronenscheiben und Grün ausgarnieren.



Lasst es euch schmecken! :-)

Quelle: "Decoration Technics" von Yûko Kumagai, Asahiya Shuppan 2007

Weitere Rezepte von Frau Kumagai, die ich bisher vorgestellt habe:












Mittwoch, 11. Januar 2017

Geburtstag vorbei und nun? (Wochenrückblick 3.1.–9.1.)

Auf zu neuen Taten! Ist doch klar. :-D

Und so gehe ich meiner Lieblingsbeschäftigung nach und wälze Backbücher. Was könnte ich als nächstes in Angriff nehmen?
Bald habe ich eine lange Liste zusammengestellt.
Zutaten eingekauft und los geht's!

Ich beginne mit Schokoladenarbeiten.
Zum einen die Schokoladendekorelemente für meine geplante Torte, zum anderen Schokoladenkegel für das geplante Zimtparfait.

Für die Kegel benötige ich mehrere Anläufe.


Jetzt noch mit Zimtparfait füllen und einfrieren.
Am Wochenende testen wir sie zusammen mit Heidelbeersauce.


Hm, schwierig zu essen. Und das Parfait ist sehr mächtig.
Das Rezept für die Schokoladenkegel mit Zimtparfait stammt aus dem Buch "Wild auf Schokolade" von Eveline Wild.

Zum Sonntagsfrühstück backe ich uns ein English Bread.


Nachmittags kosten wir meine Torte, die ich bereits auf Instagram gezeigt habe.


Es ist eine Earl Grey-Zitronen-Torte. Earl Grey Crème Bavaroise mit Zitronencreme und Zitronenmousse.
Die Ausgarnierung passt sich der geschwungenen Form der Torte an.
Ich finde, sie ist richtig schick geworden.
Und glücklicherweise schmeckt sie auch klasse. :-D


Da Kazu am Freitag mal wieder bei seinem Freund zu Abendessen durfte, nehme ich als Dankeschön am Montag eine dicke Scheibe von der Torte mit zur Schule. Doch ich habe Pech. Ausnahmsweise wird sein Freund heute nicht von seinem Papa, sondern von der Mama abgeholt.
Dann bekommt sie eben das Tortenstück. :-P
Der Papa bekommt dann vom nächsten Kuchen etwas ab. :-)

Dienstag, 10. Januar 2017

Superweiche Tôfu-Hackfleischbällchen Teriyaki Art


Diese Hackfleischbällchen sind wunderbar weich und aromatisch und zählen zu den Lieblingsspeisen meines Sohnes. Das Originalrezept stammt aus einem japanischen Kochbuch, das Rezepte für Kindergartenkinder enthält. Es enthält Kôya-dôfu (gefriergetrockneter Tôfu), weswegen ich das Rezept etwas abgewandelt habe.

Zutaten für ca. 24 Bällchen

300 g Schweinehack
1 1/2 TL Sake (japanischer Reiswein)
1 1/2 TL Ingwersaft bzw fein geriebener Ingwer
15 cm vom weißen Teil einer Porreestange (ca. 80–100 g)
100 g Tôfu, fest
1/3 TL Dashi-Pulver
1/3 TL Salz
1 Ei Gr. L
2–3 TL Stärke

Teriyaki-Soße für 6 Bällchen

2 TL Sojasoße
1 TL Mirin (gesüßter Reiswein zum Kochen)
1 TL Zucker

Zubereitung

Schweinehack mit Sake und Ingwersaft verkneten.
Porreestange fein hacken.
Tôfu fein zerkrümeln.
Tipp: Am besten geht es, wenn man Porree und Tôfu zusammen in den Zerkleinerer gibt.
Porree, Tôfu, Dashi-Pulver, Salz, Ei und Stärke zum Hackfleisch geben und gründlich durchkneten.
Aus der Masse Bällchen formen.

Wasser in einem Topf erhitzen.
Anm.: Ich gebe noch etwas Dashi-Pulver mit dazu.
Die Bällchen hineingeben.
Anm.: Das Wasser muss nicht mehr kochen.
Im heißen Wasser ca. 3 min garen lassen. Wenn sie an die Oberfläche kommen, herausnehmen und auf einem Gitter abtropfen lasssen.


Die Bällchen schmecken mir auch jetzt schon sehr gut. Ich dippe sie gerne in ein wenig Sojasoße.

Nach dem Abkühlen kann man die Bällchen problemlos einfrieren und bei Bedarf die benötigte Anzahl entnehmen.

Gefrorene Bällchen auftauen lassen.

Die Zutaten für die Teriyaki-Soße mischen.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen von allen Seiten leicht anbraten.
Die Soße hinzufügen, andicken lassen und die Bällchen mit der Soße überziehen.


Guten Appetit! :-)


Die Bällchen lassen sich natürlich auch mit Mischhack zubereiten.



Eine kleine INFO:

Ich verwende zum Kochen den Choya Sake.
Mirin (ich verwende den Hinode Hon Mirin) ist ein gesüßter Reiswein, der extra zum Kochen gedacht ist.
Die Herstellung von Sake und Mirin ist völlig anders. Man kann also nicht einfach statt Mirin Sake und Zucker verwenden.
In Japan gibt es auch Kochsake. Das ist ein billig produzierter Sake mit Zusätzen, der aber nicht wirklich zu empfehlen ist.

Es heißt, dass Sake die Zutaten zart macht und Hon-Mirin die Zutaten stark macht (Hon Mirin verhindert, dass die Zutaten beim Kochen zerfallen).

Mirin sorgt durch den Zuckergehalt auch für einen schönen Glanz, weswegen Mirin gerne bei Teriyaki-Soßen Verwendung findet.

Dienstag, 3. Januar 2017

Mein Geburtstag 2017


Guter Dinge wache ich heute auf. Hey, ich habe Geburtstag! :-D
Ich gehe ins Bad und schaue in den Spiegel. So, so, jetzt bin ich also 49 Jahre alt.
Ob ich "noch in den 40ern" auf meinen Geburtstagskuchen schreibe? *g*

Erst einmal duschen und es sich gut gehen lassen. :-)

Kazu wird wach.
"Mama, darf ich dir mein Geschenk geben?" ist das erste, was er mich fragt.
"Na klar" antworte ich. :-D

Ich bekomme von ihm ein schönes Bild und eine LED Mini-Taschenlampe, die er selbst eingepackt hat. :-) <3



Nach dem Frühstück geht es in die Küche. Ich bereite die Miso-Suppe vor und brate die Hackfleischbällchen.
Fenster auf und Küche wieder kalt werden lassen.
Denn nun ist die Ausgarnierung der Kuchen und Törtchen dran: Abpudern, abglänzen, Sahne, Deko, schneiden, anrichten, etc.

Dann Mittagessen kochen, aufräumen, Tisch decken.
Jetzt wohnen wir schon über ein Jahr hier, aber die Kisten stehen immer noch im Wohnzimmer. Statt aufgeräumter ist es eher chaotischer geworden.
Zum einen liegt es daran, dass man etwas aus den Kisten herauskramt, es dann aber anschließend nicht mehr in die Kisten hineinpackt, sondern auf die Kisten legt, zum anderen daran, dass das Zuhause der Rennmäuse noch im Bau ist und der Holzrahmen im Wohnzimmer steht.
Dazu kommt noch ein großer Weihnachtsbaum, so dass das Wohnzimmer nicht viel Platz bietet.
Ich hoffe, ich bekomme alle Gäste unter.

Irgendwann wird sicher der Wohnzimmerboden ausgebessert. Jetzt ist er ja so uneben, dass man nichts hinstellen kann, ohne dass es wackelt.
Und wir haben der Küche Priorität eingeräumt. Dass es bald eine neue Küche gibt, habe ich ja schon erzählt. Ich freu mich so!

Nun, immerhin gibt es dieses Jahr ordentliche Porzellanteller. Letztes Jahr waren es noch Plastikteller. :-P

Es ist angerichtet. Die Gäste können kommen.


Ich erläutere, was es alles gibt.

Auf der Törtchenplatte sind von links nach rechts angerichtet:


Anm: Die Fotos der einzelnen Törtchen entstanden am nächsten Tag, weshalb Glanz und Stand der Törtchen nicht mehr ganz optimal sind. 

Pfirsichpyramiden mit Himbeeren (Vanillemousse mit Pfirsichcremekern)


Kaffee-Mascarpone-Kuppel (die hatte ich noch von Weihnachten über, Mascarponemousse mit Cappuccinocremekern)


Yuzu-Quark-Törtchen (Quarkmousse mit Yuzucremekern)


Passionsfruchtwürfel (Passionsfruchtmousse auf Joghurtcreme)


Kirsch-Schokomoussekuppel (Schokoladenmousse mit Kirsch-Crème-Brulée-Kern)


Matchacremetorte (Matchamousse)


Dann gibt es einen Blueberry Cheese Pie


und Maris Schokoladen-Nusskuchen


Daniela vom Blog "NipponInsider", Lisa vom Blog "Lisa Cuisine", Sa..., eine Mama aus Kazus Schule, deren Sohn (Kazus Freund), Kazu, Fabian und ich lassen es uns schmecken. (Zwei "Mädels" konnten leider nicht kommen.)
Später stößt noch meine Freundin Iris dazu, die es sich ebenfalls nicht nehmen lässt, sich durch alle acht Köstlichkeiten durchzuprobieren. :-)
Es hat mich sehr glücklich gemacht, dass ihr mit Begeisterung alles probiert habt. Danke schön!

Und ich muss unbescheiden sagen, die Törtchen und Kuchen sind wirklich alle ganz fantastisch geworden. Wenn etwas mit Liebe zubereitet wird, schmeckt man es einfach. :-)

Abends habe ich noch Reis mit Miso-Suppe ,


Salat mit Miso-Sesam-Dressing


und Tôfu-Hackfleischbällchen (die habe ich ja noch gar nicht gepostet, ups)


serviert.

Es war ein schöner, gemütlicher Geburtstag.
Nur eine Sache hatte ich vergessen umzusetzen.
Ich hatte vorgehabt, an meinem Geburtstag den ganzen Tag meine Musik laufen zu lassen. :-D
Vielleicht war es auch ein Glück, dass ich es vergessen habe. Wer weiß, der ein oder andere wäre vielleicht vorzeitig geflüchtet. *g*
Den ganzen Tag Two Steps from Hell und Kalafina, gespickt mit ein paar Soundtracks von Forever Knight .... :-D :-D :-D

Ach ja. Eine zweite Sache habe ich auch vergessen. Fotos zu machen. T_T
Ich werd' wenigstens noch meine Geschenke fotografieren zur Erinnerung.

Ich hoffe, meinen Gästen hat es bei mir gefallen. Ich freue mich jedenfalls darauf, alle wieder erneut bewirten zu dürfen. :-)

Jahresende und Geburtstagsvorbereitungen

Ein Geburtstag ist immer ein guter Anlass, sich mal wieder richtig ins Backvergnügen zu stürzen.
Und wenn es dann noch der eigene ist, natürlich um so mehr. :-D

Ich hatte mir vorgenommen, zu meinem Geburtstag all das zu backen, was ich am liebsten mag. Also stellte ich eine Liste auf, die leider immer länger und länger wurde. :-(
Ich merkte schnell, so wird das nichts. ^^;;

Schließlich konnte ich –oh Wunder– die Liste reduzieren:

Mein Schoko-Nusskuchen sollte auf jeden Fall dabei sein, denn das ist der Kuchen, den meine Mutter mir früher immer zu meinem Geburtstag gebacken hatte, da es einer meiner Lieblingskuchen war und ist.



Auch den Blueberry Cheese Pie wollte ich schon lange mal wieder backen. Auch diesen gab es früher öfter zu meinem Geburtstag.



Die Matcha Bavaroise Torte sollte ebenfalls auf die Geburtstagstafel, da diese einer meiner Lieblingstorten ist.



Und die Matcha Macarons hatten auch sensationell geschmeckt und stehen schon lange auf meiner "noch einmal backen"-Liste.



Natürlich darf ein Chiffon Cake auch nicht fehlen. Ich entschied mich für den Milktea Chiffon Cake.



Tartes sollten ebenfalls dabei sein. Von der leichten Zitronentarte bekomme ich nie genug



und auch die Pecan Pie  ist jede Sünde wert.



Und schließlich wollte ich auch ein paar Törtchen reichen.
Die Passionsfruchtwürfel



und die Yuzu-Quark-Kuppeln schafften es in die engere Auswahl. Die gab es übrigens 2012 auch schon zu meinem Geburtstag.



Von allem etwas. Das sollte eine schöne Geburtstagstafel geben.

Ihr denkt jetzt bestimmt, dass ich ganz viele Leute eingeladen habe. Bei so vielen Kuchen.
Ähem. Nein, überhaupt nicht. Ich bin nicht der "große Party"-Typ.
Ich habe gerade mal sechs Leute eingeladen. Plus einen Spielkameraden für Kazu.
Und was dieses Jahr vor allem in meiner Familie eine Neuheit war, ist, dass ich nur Freundinnen eingeladen und die Verwandtschaft ausgeladen habe.
Damit habe ich ganz schön angeeckt, aber ich wollte gerne einen Mädelsabend verbringen.

Da ich am 2. Januar Geburtstag habe, muss ich wegen der Feiertage (und geschlossenen Geschäfte) immer gut planen.

Am 27. und 28. Dezember bin ich zusammen mit Kazu losgezogen, um all die benötigten Zutaten einzukaufen.

Am 29. Dezember ging es dann los mit den Vorbereitungen in der Küche.
Zuerst die Tôfu-Hackfleischbällchen für das Abendessen zubereiten und einfrieren.
Dann den Yuzucremekern herstellen und einfrieren.

Kurzfristig beschließe ich, auch die Pfirsichpyramide mit Himbeeren zu machen.


Diese hatte ich eigentlich letztes Jahr schon zubereiten wollen, doch keine Gelegenheit dazu gefunden. Auch diese gab es bereits 2012 zu meinem Geburtstag.
So kommen auch die Pfirsichcremekerne in den Froster.
Dafür fallen die Macarons weg.

Als letztes backe ich noch den Mandelbiskuit, den ich für die Passionsfruchtwürfel und die Yuzu-Quark-Törtchen benötige.

Ach ja, ich stand nicht nur in der Küche. Es sind Weihnachtsferien und als Mutter hat man natürlich auch noch andere Verpflichtungen und Vergnügen. :-)

Vormittags haben Kazu und ich ein paar Spiele gespielt. Meistens habe ich gewonnen. Das liegt daran, dass ich bald Geburtstag habe, erkläre ich Kazu. *g*
Nachmittags sind wir in die Bibliothek gegangen, um ein paar Nintendo Spiele, Hörbücher und Bücher auszuleihen.

Zum Mittag gibt es ganz schlicht japanischen Kartoffelsalat mit Würstchen.



Am 30. Dezember stelle ich die Yuzu-Quarktörtchen, die Pfirsichpyramiden und die Passionsfruchtwürfel fertig.

Und wieder habe ich bei den Würfelspielen mit Kazu Glück.
"Das liegt daran, ..." sage ich zu Kazu. Der unterbricht mich.
"Mama, ich weiß, was du sagen willst. Ich will das nicht mehr hören."
Haha. Ich habe es offenbar zu oft gesagt. ^^;;
Ja, ja, ich weiß, ich neige zum Übertreiben. (Wie man an meiner Backliste sieht. ^^;;)

Zum Mittag gibt es heute Gyûdon.


Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen. Es ist der 31. Dezember 2016.

Kazu hat sich fest vorgenommen, bis um Mitternacht aufzubleiben. Ich möchte lieber früh ins Bett, weil ich viel zu backen habe.
Aber Kazu ist nun in einem Alter, wo man ihn nicht so leicht ins Bett stecken kann.

Tagsüber widme ich mich der Matcha Bavaroise Torte und stelle Schokoladenmousse für die Kirsch-Schokoladenmoussekuppeln her, die ich mit ins Programm genommen habe, da ich von der letzten Zubereitung zu Weihnachten noch Böden und Crème Brulée-Kerne übrig habe.



Zu guter Letzt backe ich noch den Schokoladen-Nusskuchen.
Der Chiffon Cake wird gestrichen.

Zum Mittag gibt es Ramen. Und abends Eierkuchen.

Nach dem Abendessen spielen wir zu dritt Monopoly. Ratet mal, wer zum Schluss das meiste Geld hatte? *g*

Kazu wird langsam müde. Draußen sehen wir desöfteren Eltern mit ihren Kindern. Und so wird kurzfristig umentschieden. Gegen 21:00 Uhr geht mein Mann mit Kazu raus, um ein wenig Feuerwerk zu veranstalten. Ich schaue vom Fenster aus zu. Es ist schön zu sehen, wie begeistert beide Männer sind. :-D

Dann geht es ins Bett. Kazu schläft durch, während ich um Mitternacht durch die Knallerei kurz wach werde.

Das neue Jahr 2017 hat begonnen. Es ist der 1. Januar 2017.

Endspurt. Nun, nicht wirklich. Ich lasse es ruhig angehen und backe nur noch den Blueberry Cheese Pie.
Zitronentarte und Pecan Pie werden gestrichen.

Das Miso-Sesam-Dressing fürs Abendessen morgen rühre ich noch an, ansonsten ist hauptsächlich Haushalt (Wäsche, aufräumen, etc.) angesagt. Ich will ja an meinem Geburtstag nicht ausgepowert sein. :-)

Zum Mittag gibt es übrigens Okonomiyaki.

Ich gehe zeitig ins Bett. :-)